Wanderung zum Nebelmeer

Das Stockhorn ist ein 2100 Meter hoher Berg in den Berner Oberalpen. Vom Gipfel aus, könnte man einen tollen Blick über den Thunersee und die restlichen Berner Oberalpen geniessen (dazu jedoch später mehr).

Die Anfahrt mit dem Zug dauert ein bisschen ist aber eigentlich ganz einfach. Mit dem Zug nach Spiez und dann mit dem Regio nach Erlenbach im Simmental. Vom Bahnhof aus kann man der Beschilderung folgen und nach etwa 15 min erreicht man die Talstation.

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Wir nahmen die Gondelbahn bis zur Mittelstation „Chrindi“ und begannen von da an unseren Aufstieg zum Stockhorn. Man könnte natürlich auch von ganz unten hochlaufen, dies würde jedoch etwa 6 Stunden dauern und das war uns doch etwas zu lange. Da das Wetter sowieso auch nicht perfekt war und wir erst am Nachmittag ankamen, reichte uns die kurze Wanderung ab der Mittelstation.

Talblick
Der Blick von der Mittelstation ins Tal.

Die Mittelstation ist auch ein perfekter Ausgangsort für Wanderungen oder einen gemütlichen Nachmittag am Hinterstocksee, welcher gleich unter der Mittelstation liegt. Wir waren an Ostern da und darum war an Baden nicht zu denken und viele Wanderwege waren noch geschlossen.  Der einzige Weg hoch war über die Oberstockenalp zum Stockhorn hoch. Die Wanderung sollte etwa 2 Stunden dauern und wurde als „geeignet für Familie“ angegeben.

Hinterstockensee
Blick zurück auf den Hinterstockensee

Es ist steil

Auf los, gings los. Der erste Teil führt um den See, auf welchem man im Winter Schlittschuhlaufen oder Eisfischen kann. Bei uns war der See noch gefroren aber das Eis war bereits sehr dünn. Es war sowieso überall eine Mischung aus Winter und Frühling. An vielen Orten lag noch Schnee aber trotzdem konnte man die ersten Blumen erblicken. Nachdem man einen Teil um den See gewandert ist, ging es hoch Richtung Wald. Im Wald schlängelt sich der Weg hoch zum Berggasthaus auf der Oberstockenalp. Wir haben eigentlich eine leichte Wanderung erwartet, aber es war ganz schön steil und es sollte auch so bleiben. Vielleicht muss ich hier noch erwähnen, dass noch ziemlich viel Schnee lag und dies den Aufstieg nicht unbedingt erleichterte. Als Kind hätte ich auf jeden Fall überhaupt keine Freude daran gehabt, da hochzulaufen. Durch den Wald hindurch konnte man auch nur die schöne Aussicht erahnen, welche sich später offenbarte.

Wald
Im Wald auf dem Weg Richtung Stockhorn

Ab der Oberstockenalp ist man nicht mehr im Wald und läuft dem Berghang entlang, das heisst man hat das Ziel quasi vor Augen. In diesem Teil lag noch mehr Schnee als weiter unten und darum mussten wir den Weg teilweise erraten und es war noch anstrengender weil man immer wieder abrutschte oder einsank.

Wunderschöne Aussicht

Es ging weiter im Zick-Zack steil nach oben aber jetzt hatte man zum ersten Mal Ausblick auf die Berner Alpen und es war beeindruckend.

Leider hat man beim Aufstieg keinen Ausblick auf den Thunersee, weil dieser auf der anderen Seite liegt. Wirklich viel kann man nicht über die Wanderung schreiben. Es geht einfach hoch am Berg entlang und auf der rechten Seite kann man das tolle Bergpanorama bestaunen. Schon schnell sieht man auch die Bergstation der Gondelbahn und hat darum sein Ziel immer im Blick. Je mehr sich der Weg dann jedoch schlängelt, desto nerviger wird es, dass Ziel vor Augen zu haben.

Oberstocksee
Der Oberstocksee wird von der Sonne beschienen.

Das Nebelmeer

Sobald man oben ankommt, wird man mit einem 360° Ausblick belohnt – falls das Wetter stimmt. Bei uns war dies leider nicht der Fall, respektive auf dem Weg nach oben hat sich das Wetter so stark verändert, dass wir oben nur noch Nebel vor uns sahen. Sehr, sehr schade, weil die Aussicht angeblich gewaltig sein muss.

Aussicht vom Stockhorn
Unsere „Aussicht“ von ganz oben.

Natürlich waren wir ein Bisschen enttäuscht aber trotzdem froh und stolz, dass wir das Stockhorn bezwungen hatten. Zurück ging es danach mit der Gondelbahn und der Erkenntnis, dass wir im Sommer definitiv nochmals zurückkommen werden. Das nächste Mal möchten wir gerne die volle Aussicht geniessen oder einfach mal einen Tag am See verbringen.

s'Wichtigste:
Dauer: ca. 2 Stunden (ohne Pausen) 
Höhenmeter: ca. 550m 
Aussicht: sensationell, wenn das Wetter stimmt. :) 
Spezielles: Gute Alternative zu den teuren "Touristenbergen".

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2 Kommentare

  1. Sandra Eggimann

    Hab gerade Deinen Blog gelesen.. Ein Kompliment, machst das sehr guet.. Die Art vom schreiben gefällt mir.. Man ist fast wie dabei.. 😉.. Hatte es bildlich vor den Augen.. Ich war als ich die Bilder machte am morgen im halb neun oben.. Alles war noch still und ruhig.. War wunderschön und beeindruckend.. Müssten eine Kuh besamen gehn.. 😉 darum war ich dann nicht weiter oben.. Nächste woche hab ich Ferien.. Und werde wieder im Simmental unterwegs sein.. Und das Wetter soll auch wieder besser werden.. ☀️.. Ich freue mich auf weitere Blogs von Dir/Euch… Schönä nami. Glg Sandra

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