Der harte Aufstieg wird belohnt!

Unsere letzte Wanderung führte uns wiederum ins Urnerland aber diesesmal zum Arnisee – auf der gegenüberliegenden Seite des Maderanertals.

Die Anreise

Wir fuhren mit dem Zug Richtung Erstfeld und stiegen da auf den Bus nach Intschi um. Direkt bei der Haltestelle Intschi befindet sich die Talstation des Bändli, welches hoch zum Arnisee fährt. Das Gondeli ist sehr klein und schwankt bei den Masten jeweils ziemlich – mir wurde es fast ein bisschen übel (aber ich mag Höhen sowieso nicht so sehr:)).

In die Gondel können maximal 8 Personen. Es gibt zwar einen Fahrplan jedoch fährt das Gondeli meistens einfach wenn es voll ist und will man von oben runter, muss man mit dem Telefon in der Talstation anrufen. 🙂

Arnisee

Die Fahrt mit dem Gondeli hoch zum Arnisee dauer ca. 15 Minuten. Von der Bergstation erreicht man dann den See nach ca. 5 min. Der Bergsee ist wunderschön! Es gibt einen ca. 20-minütigen Rundweg um den Arnisee und direkt am See einen schönen Grillplatz mit mehreren Grillstellen. Neben dem See gibt es auch ein schönes öffentliches WC, was sehr praktisch ist.

Direkt beim Arnisee starten wir dann unsere Rundwanderung zur Sunniggrathütte. Da es eine Rundwanderung ist, kann man beim Arnisee entscheiden ob man zuerst den steilen, jedoch kürzeren Weg hoch nehmen möchte, oder ob man lieber den längeren Weg nehmen will. Wir entschieden uns für den steileren Weg durch den Wald.

Und hoch geht‘s

Dafür geht man dem See entlang und kurz vor dem Ende des Sees gehts dann links den Wald hoch. Der Weg geht über Wurzeln steil hoch und ist anstrengend aber sehr abwechslungsreich. Zu Beginn gibt es nicht viel zu sehen, doch je höher man kommt, desto besser wird die Aussicht über den Arnisee bis hinüber ins Maderanertal. Der Anstieg ist wirklich anstregend aber es lohnt sich auf jeden Fall. Nach ca. 45 Minuten erreichten wir das Ende des Waldes, der Riedboden.

Aufstieg im Wald
Aufstieg im Wald

Wer jetzt denkt, jetzt ist es geschafft, der täuscht sich. Nun geht die Wanderung weiter hoch nun aber über ein Hochmoor mit vielen Heidelbeerstauden. Die Landschaft ist jetzt wieder völlig anders und somit bleibt es spannend. Hier geniesst man ein tolles Panorama über die ganzen Urneralpen! Jedoch bleibt es weiter steil und ich habe unsere Wegwahl hier schon ein bisschen bereut. 🙂 Ca. 30 Minuten später erreicht man dann das Hochplateau mit der Sunniggrathütte. Ein bisschen unterhalb der Hütte befindet sich das Sunnig Grat Seeli, welches zum Verweilen oder zum Erholen einlädt.

Sunnig Grat Seeli
Sunnig Grat Seeli

Sunniggrat

Von hier aus geht die Rundwanderung eigentlich nach links weiter, dennoch lohnt sich der kleine Umweg über den Sunniggrat. Von der Sunniggrathütte führt ein weiterer steiler Weg hoch zum Grat. Der Weg ist relativ steinig und schmal, jedoch erreicht man den Grat bereits nach ca. 15 Minuten und die Aussicht ist gewaltig! Man kann das wunderschöne Bergpanorama geniessen und sieht bis zum Urnersee.

Um die Rundwanderung weiterzuführen, geht man den Weg zurück und folgt dem Grat einfach weiter geradeaus. Danach führt der Weg am Hang entlang auf den höchsten Punkt der Wanderung, dem Langchälengrätli. Auch hier kann man nochmals die atemberaubende Aussicht geniessen.

Aussicht vom Langchälengrätli
Aussicht vom Langchälengrätli

Und es geht wieder runter!

Danach gehts endlich runter, der Weg ist zwar weniger anstrengend aber es ist nach wie vor Vorsicht geboten. Der Rückweg zum Arnisee wird nochmals ca. 3 Stunden dauern. Der Weg führt steil am Hang hinunter und zu Beginn läuft man vorallem auf Geröll und Gestein. Nach ca. einer halben Stunde kommt man an den ersten Wegweiser. Wir folgen dem Wegweiser Richtung Arnisee, der andere Weg führt weiter zur Leutschachhütte, was eine Bergwanderung ist. Unser Weg geht weiter in die Tiefe. Der Abstieg wird begleitet vom Geräusch des tossenden Leitschachbach und geht von Gestein in Wiese über. Nach einer weiteren Stunde kommt nochmals ein Wegweiser. Folgt man diesem nach rechts kommt man zu einem Gasthof, wir gingen jedoch geradeaus weiter.

Danach kann man dem Weg einfach immer weiter folgen und kommt nach weiteren zwei Stunden wieder zum Arnisee. Je weiter man hinunter kommt, desto schöner wird die Flora. Zudem wird man auf dem Abstieg begleitet vom Leitschachbach, welcher man immer mal wieder überqueren muss. Hier wandert man wieder ganz gemütlich auf wunderschönen Naturwegen an diversen Alpen vorbei.

Nice to know

Wichtig zu wissen, auf der ganzen Wanderung gibt es fast keine Brunnen, also genügend zu trinken mitnehmen. Zudem gibt es lediglich die Sunniggrathütte und über einen kleinen Umweg den Gasthof um sich zu Verpflegen.

Bei dieser Wanderung handelt es sich nicht mehr um einen Wanderweg mit der klassischen Markierung mit dem gelben Rhombus, sondern um eine Bergwanderung, welche mit weiss-roten Strichen markiert wird. Das heisst, diese Wege erschliessen teilweise unwegsames Gelände und verlaufen überwiegend steil und schmal.

s‘Wichtigschte
Dauer: reine Wanderzeit ca. 5 Stunden
Höhenmeter: ca. 750 m
Aussicht: atemberaubend!
Spezielles: Hochmoor und viele Heidelbeerstauden

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